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Edition Blechluft

Umschlag Edition Blechluft 4

Edition Blechluft

Presseberichte und Interviews

namremicz -- mr. boredom's all mixed up

Autor Günter Sahler (*1967) forscht in Sachen Post Punk, New Wave und Neue Deutsche Welle und schreibt in diesem Buch über teils obskure, randständige Erscheinungen, aber auch Ikonen der NDW. So erläutert er am Beispiel der D.I.Y.-Künstlerin Sunny, über die man nicht viel weiss, die Quellenlage der Musikforschung (Traditionsquellen versus Überreste oder so). Ein Schwerpunkt dieses Buches liegt auf dem Werdegang der Fehlfarben. [...] Was eingangs etwas akademisch anmutet entpuppt sich schnell als Fantum.
Hier können Sie den Text komplett lesen.
von namremicz

Fixpoetry.com -- Literaturmagazin

Was unter dem Etikett NDW heute allgemein bekannt ist, ist ja nur ein abgeschöpfter, gefilterter Quark. Was in den Proberäumen der Republik und in den Mansarden der Cassettenbastler wirklich los war, ist andernorts enthalten - und die Edition Blechluft sucht diese Plätze auf und erzählt all die kleinen und großen Geschichten, teils in Interviews, teils in kommentierten Diskografien, teils in persönlichen Berichten. Kapitel, die wieder lebendig werden, diese ganze schwierige Zeit , die so stark von dem Verlangen geprägt war in allen Lebensäußerungen ehrlich zu sein, koste es, was es wolle. [...]
Jedem, der eine Zeitreise in die Jahre um die neue deutsche Welle unternehmen und dort wirklich ungefiltert ankommen möchte, seien die Bände der Edition Blechluft empfohlen.
Hier können Sie den Text komplett lesen.
von Frank Milautzcki

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Journal der Jugendkulturen -- vom Archiv für Jugendkultur / Berlin

Der vorliegende fünfte Band der Serie Edition Blechluft ist eine beeindruckend fachkundige und detaillierte Textsammlung zu bekannten und obskuren Bands und Künstlern aus der Zeit der Neuen Deutschen Welle (NDW). [...] Neben einem fast fünfzig Seiten langen Beitrag über die Fehlfarben (behandelt wird die Zeit von 1977 bis 2003) findet sich u. a. auch ein Text über die Popmusikszene von 1975 bis 1985 in Limburg an der Lahn. Hier wird deutlich, dass es Sahler auch darum geht, unbekannte Bands abseits der Zentren der NDW (also z.B. Düsseldorf und Berlin) vorzustellen und kaum bekannte und fast nirgends dokumentierte Geschichten vom Rande dieser wichtigen Phase der deutschen Popmusikgeschichte der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei geht es nicht ausschließlich um die NDW, wie man sie vielleicht noch aus den Charts kennt, sondern auch beispielsweise um (Post)Punk oder experimentelle Musik. Der Band enthält außerdem Interviews u. a. mit Stef Petticoat, einer heute kaum bekannten deutschen Musikerin, die es bis in John Peels Radiosendung schaffte, mit Mark Eins von DIN-A-Testbild oder mit Achim Flaam von Hirsche nicht aufs Sofa. Auch der letzte Teil einer ausführlichen NDW-Diskographie (Buchstaben T bis Z und Sampler) ist in diesem Band zu finden [...]
von Daniel Schneider

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Nonpop -- Spartenmagazin

Frage: Vermutlich müssen wir erst einmal das Fachwort NDW definieren: Der Neuen Deutschen Welle wird ja quasi alles zugeschrieben, was Ende der 1970er- / Anfang der 1980er-Jahre an deutschsprachiger Musik erschien. "Kleine Taschenlampe brenn" oder "Tretboot In Seenot" ebenso wie Musik von S.Y.P.H. und FEHLFARBEN. Womit genau befasst sich also EDITION BLECHLUFT?

Antwort: Bei der Definition des Begriffes NDW wird man nie zu einer alle zufrieden stellenden Antwort kommen. Alle Kriterien, die man nennen wird, werden nicht passen. Nehmen wir das Attribut "deutschsprachig". Passt nicht, da es auch einige Bands gab, die in Englisch sangen. Der Begriff NDW ist heute eindeutig von Vertretern aus der kommerziellen Ecke belegt. Die Vertreter, die man eher dem Untergrund oder der Subkultur zuordnen würde, haben diese Begrifflichkeit schon damals abgelehnt. Ich denke, diese Schubladenbegriffe sind als grobe Beschreibungen notwendig, um sich überhaupt über Musik unterhalten zu können oder um die Tonträger in den Läden in das 'richtige' Fach zu räumen. Aber darüber hinaus?

Die von Dir angesprochenen NDW-Helden MARKUS und NENA im Duett sowie FRL. MENKE hatten große Hits. Für mich ist dies auch ein Teil der Jugend, aber darüber hinaus haben mich diese Popstars und ihre Hits nicht interessiert. Mir geht es in erster Linie um das Aufdecken von Strukturen. Und die finde ich bei S.Y.P.H. und FEHLFARBEN viel interessanter. Wenn sich die EDITION BLECHLUFT mit der NDW beschäftigt, dann mit den Bands, für die dieser Begriff 1979 von BURKHARDT SEILER bzw. ALFRED HILSBERG geschaffen wurde. Es gibt aber einige Ausflüge der BLECHLUFT, die gar nichts mit der NDW zu tun haben. Weiter zum kompletten Interview bei NONPOP.de
Interviewer: Michael We

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Testcard -- Beiträge zur Popgeschichte #15

"Die umfangreiche, mehr als 300 Seiten umfassende, vierte Textsammlung der Edition Blechluft widmet sich der deutschen Kassettenszene zu Beginn der 1980er-Jahre mit samt ausführlicher Kassettographie im Anhang [...]

Im inhaltlichen Teil gibt es nach Orten und Szene getrennte Portraits, garniert mit Interviews mit den damaligen Protagonisten. Und siehe da: Die Provinz lebte! [...]

In den Interviews und Artikeln ... erfahren wir sehr viel über die damaligen Kommunikationsstrukturen und die Bedeutung von Fanzines in der Kassettenszene. Insofern liefert Edition Blechluft so etwas wie eine Spurensicherung von Material, das bedroht ist, vergessen zu werden."
von Martin Büsser

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INTRO - Musik und so. Pop, Kultur und gute Noten

"Erstaunen macht sich breit, als ich die Edition Blechluft aus dem Umschlag ziehe. Ich erwartete ein normales Fanzine, doch dies hier ist mehr. Ein Buch, dicker als so mancher Roman, der in letzter Zeit erschien. Ein kurzer Blick in die Seiten erfreut noch mehr, denn das Layout schmeichelt dem Auge. Und die Themen? Da gibt es vielerlei. Ein Interview mit Kajak, die vor einiger Zeit mit ihrem Debüt ›Haus Der Jugend‹ auf sich aufmerksam machten. Oder auch ein Tourbericht der Rockformation Discokugel. Besonders aufwändig ist eine Labelstory zu L’Age D’Or. Geschrieben im Stile eines Groschenheftkrimis, wird auf subjektive Weise die Recherche zu dem Thema gleich mit in den Artikel eingebunden. Dieser ist äußerst ausführlich und stellt sich damit selbst eine kleine Falle. Für selbst ernannte Lado-Experten, zu denen ich mich jetzt mal zähle, bietet er wenig Neues, und für Einsteiger ist er dann zu lang und zu genau. Dennoch sehr gelungen und zum Schmökern recht angenehm. Besonderer Erwähnung bedarf auch eine gelungene Discografie deutscher Independentplatten von 1977 bis 1985. In dieser Ausgabe der Blechluft geht es um die Buchstaben N bis S. Somit bekommt man allerlei Wissenswertes von den Neonbabies bis zu Stunde X geboten."
von Daniel Decker

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Nillson - the new youth's terrific KULTURMAGAZIN, www.nillson.de

"Erstaunt und auch ein wenig überwältigt bin ich gewesen, als ich die dritte Ausgabe der "Edition Blechluft" aus dem Umschlag zog. Ich habe ein Heftchen erwartet, aber das, was ich aus dem Umschlag zog, war ein Buch. Kurz stöberte ich durch die Seiten und war noch erfreuter. Schönes Layout, das sich angenehm liest. Ein Interview mit Kajak, Tourbericht der Formation Discokugel, eine Story über L’age D’Or und Fast Weltweit, eine Discographie über Indie-Veröffentlichungen aus Deutschland von N bis S -die Buchstaben davor scheinen in den beiden Ausgaben zuvor zu sein- und vieles mehr.
Äußerst interessant ist das Interview mit Kajak, was auf jeden Fall auch Leute, die die Band aus dem Fast Weltweit-Umfeld schon kennen, ansprechen dürfte.Die Story über L’Age D’Or ist akribisch recherchiert und bietet reichlich Zitate aus dem Netz. Ich weiß zwar nicht, ob ich mich als Kenner des Labels bezeichnen darf, aber für mich bot das Ganze relativ wenig Neues und auch für viele andere der Leute, die mit Tocotronic, den Sternen, der Regierung & Co. groß wurden, dürfte diese Labelhistorie eher Altbackenes bieten. Für den, der Lado nur wenig kennt, das Label entdecken möchte, mag sie dann wiederum ein wenig zu lang und zu genau sein. Dennoch ist die Story in ihrer Größe recht lesenswert und sicherlich auch als Nachschlagewerk für „Wie-war-das-nochmal“-Gedanken zu gebrauchen. Zwischen der Story gibt es auch ein paar Berichte zu Lado-Bands, leider aber eher zu bekannteren wie Guz, Fink, Tocotronic, die Sterne, Huah oder Stella. Da fällt dann natürlich der Abschnitt zu den mir unbekannten „Die Gants“ positiv auf. Eine der ersten L’Age D’Or Bands, bei denen Carol und Chris von Rautenkranz mitspielten. Dass die ganze Story im Stil eines Groschenheftkrimis geschrieben ist, unterstreicht nur nochmals die akribische Recherchearbeit, die betrieben wurde.
Auch sehr bemerkenswert ist die schon anfangs erwähnte Discographie. Hier finden sich Gruppen a la Neonbabies, Palais Schaumburg oder Der Plan, die man ja aus Werken wie "Verschwende Deine Jugend" kennt. Aber auch Platten wie Propaganda, Die Regierung und Stunde X. Wirklich sehr geil! Schade, dass es wohl sehr schwer ist, an manche der erwähnten Werke ranzukommen. Aber gerade das macht die Discographie wiederum so interessant.
Mit einem Fanzine lässt sich die "Edition Blechluft" wohl eher weniger vergleichen. Zwar wird hier in einem recht subjektiven Stil geschrieben, doch überwiegt das journalistisch Genaue und der Rechercheanteil. Vielleicht auch immer noch begeistert von der Buchform würde ich einen Vergleich zu "Testcard" aus dem Ventil Verlag ziehen. Doch das spielt wiederum in einer anderen Liga. Was aber gar nicht negativ gemeint ist, denn so hat die "Edition Blechluft" ihre Nische genau zwischen Fanzine, Magazin und Publikationen a la "Testcard" gefunden."
von Daniel Decker

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www.ichwillspass.de -- Homepage zur NDW

Dabei geht es weniger um die kommerziellen Auswüchse der NDW wie Hubert Kah und Nena, sondern um den Untergrund, in dem es in vielen Städten wie Berlin oder Düsseldorf ab 1978 nur so vor neuer und interessanter Musik brodelte.

Edition Blechluft 1

Hier kommen nun endlich auch authentische Zeitzeugen wie der umtriebige Musiker Frieder Butzmann oder der S.Y.P.H.-Trommler Ulli Putsch zu Wort. Dazu noch kleine aber feine Geschichten über die Szene in Bergisch Gladbach (!) und Interviews der Protagonisten von Unter-Untergrund-Bands wie Phonophobia oder Verlorene Unschuld. Die zweite Häflte des Heftes besteht aus einer sog. Auswahldiscografie New Wave und Punk. Diese reicht erstmal von A bis G, ist reichhaltig kommentiert von zeitgenössischen Stimmen (v.a. Sounds) und wird in weiteren Ausgaben von B&L fortgesetzt.

Edition Blechluft 2

Die Materialsammlung über den deutschen Musikuntergrund der frühen 80er geht in die zweite Runde. Wie gewohnt lesen wir von Gaukeli interessantes und kurzweiliges über die Anfänge des New Wave/NDW in der BRD fernab der Musikindustrie. (Szene in Bonn/Enstehung des Normal Label, Irre Tapes, S.Y.P.H. auf Reisen, Korg MS-20 - Die Synthie Legende uvm.) Interviews mit Zeitzeugen (z.B. Kurt Dahlke/Der Plan) und die Fortsetzung der Auswahldiscografie (H-M) runden das Fanzine ab.
von Idaho

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Testcard -- Beiträge zur Popgeschichte #11

Die Edition Blechluft ist eine reine Fangeste, versucht sich an einer längst überfälligen Spurensuche und Rekonstruktion dessen, was im Zuge von Punk, New Wave, Industrial etc. seinerzeit in Deutschland passiert ist, und zwar ganz ohne Ächzen im diskursiven Gebälk. Das Interesse gilt eher den Leuten, die das mal gemacht haben, die irgendwie auszugraben und ihnen auf den Nägeln brennende Fragen vorzulegen, wer was wann wo wie mit wem und gegen wen jetzt genau getan hat und ob es vielleicht noch irgendwo vergessene Restauflagen im Keller hat. Halt der gute alte 'Mensch' hinter der jeweiligen Mythos-Miniatur.

Insassen einschlägiger Kononis wie Frieder Butzmann oder Uli Putsch (S.Y.P.H., Bits) erinnern sich im Dienst der 'historischen Wahrheit' ebenso wie eine eher obskure SpezialistInnen-Klientel: Harald Falkenhagen (von der eine-selbstproduzierte-und-saurare-Single-in-1000er-Auflage-Gruppe Phonophobia, von denen es mittlerweile auch eine posthume LP gibt); Daniel Wandke (von V.U. [was in diesem Fall ausnahmsweise mal nicht Velvet Underground heißt, sondern Verlorene Unschuld]und der eine-selbstproduzierte-und-saurare-Single-in-1000er-Auflage-Gruppe D.U.R.); die ehemalige Betreiberin des Heimvorteil-Tapelabels. Dazu gibt es ein Feature über neugewellte Musik in Bergisch Gladbach, den Versuch einer umstrittenen Pure Freude-Discografie usw.

Ferner wird ein zwar -- wie ich mal bescheidwissern möchte -- beileibe nicht vollständiger, aber superliebevoller Themen-Discographieteil zubereitet, der erst einmal nur bis 'G' geführt wird und später fortgesetzt werden soll. Hier findet man/frau/sonstige nicht nur recht zuverlässige Basisangaben, angereichert um zeitgenössische Rezensionen, die der Natur der Sache folgend meistens von A. Hilsberg und D. Diederichsen stammen, Literaturangaben (auch wieder meistens Spex- und Sounds-Artikel) und außerdem so ca. alles vom Autoren Zusammengeklaubte über Bands und Mitwirkende.

Angemessen finde ich dabei, daß im Schwange dieses längst fälligen pop-archäologischen Aufarbeitungsschubes nicht nur jene Handvoll Bands/Projekte/Platten zur Wiedervorlage kommt, die in den ersten Erinnerungswellen der späten 80er und frühen 90er als interessant und namedropwürdig erachtet worden waren, da sie als avantgardistische Speerspitze auch im internationen Maßstab für (zum Teil extrem) innovativ und kanonfähig gelten durften."
von Frank APunkt Schneider

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