Archiv für den Monat: November 2018

Illustrierte Magazine der 1920er und frühen 1930er Jahre

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UHU, Oktober 1931.

 

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ADAC Motorwelt, Oktober 1930.

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Revue des Monats, Juni 1929.

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Motor-Kritik, Juli 1929.

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Illustrierte Wäsche- und Handarbeits-Zeitung, Heft 11/1929.

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Illustrierte Wäsche- und Handarbeits-Zeitung, Heft 11/1929.

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Illustrierte Wäsche- und Handarbeits-Zeitung, Heft 11/1929.

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Illustrierte Wäsche- und Handarbeits-Zeitung, Heft 11/1929.

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Illustrierte Wäsche- und Handarbeits-Zeitung, Heft 11/1929.

http://magazine.illustrierte-presse.de

https://www.uni-erfurt.de/index.php?id=25597&L=0

http://www.artdeco-boulevard.de/de/feuilleton/mode/modeentwicklung (z.B. „Elegante welt“) & http://www.artdeco-boulevard.de/de/zeitschriften

https://zeithistorische-forschungen.de/2-2015/id=5242

>http://berlin1920s.blogspot.com/2013/03/blattern-in-alten-zeitschriften-jetzt.html

http://www.pop-zeitschrift.de/2014/12/01/uhu-dame-querschnitt-oder-von-keun-bis-keilsonmannlichkeitskonzepte-in-den-zwanziger-jahrenvon-maren-lickhardt1-12-2014/

http://www.gentlemansgazette.com/de/haensel-echo-herrenmodemagazin-jahre/

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Verschiedene Zylinder aus dem „Großen illustr. Hut-Preiskurant“ von Anton Pichler in Graz/Österreich (Frühjahr/Sommer 1907).

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Otto Siber, der singende und tanzende Gent (1926).

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Postkarte um 1910 mit Text von Hermann Frey. Die Herren mit Frack und Zylinder.

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Im Selbsttest ein Faltzylinder (Chapeau Claque) der Marke „Rival“. Dieser Zylinder wurde von meinem Opa bei festlichen Anlässen wie Kommunionsfeiern, Hochzeiten oder Begräbnissen getragen.

Der singende und tanzende Gent

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Otto Siber, der singende und tanzende Gent (1926).

Otto Siber war im Frühjahr 1926 für mehrere Wochen im Harz auf Tournee. Aus Blankenburg/Harz verschickte er im Mai diese Postkarten. Er wäre ab dem 15. Mai, Juni und Juli frei. Wer Interesse an einem Auftritt hätte, der solle ihm schreiben (vermutlich in den „Fürstenhof“ in Blankenburg).

Köln: Groß-Cöln-Vergnügungspalast

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Eingangsbereich des Groß-Cöln-Vergnügungspalasts. Postkarte der Kunstanstalt Ludwig Meister, Köln.

Groß-Cöln, eröffnet 1912, im Zweiten Weltkrieg zerstört.

„Das >Groß-Köln<  wurde 1912 an der Friesenstraße erbaut und gilt, wegen der niedrigen Eintritts- und Getränkepreise, als erstes großes Volksvarieté Kölns. Das Ziel, einer breiten Masse Unterhaltung zu bieten, drückte sich bereits im Namen der Betreibergesellschaft aus: >Groß-Köln Vergnügungspalast GmbH<. Insgesamt bot das >Groß-Köln< mit seinen Nebenbetrieben Platz für 3.500 Besucher und war damit der größte gastronomische Betrieb Westdeutschlands. Zwischen Mai und Dezember 1931 war das >Groß-Köln< geschlossen. Nach einer geplanten, aber nicht durchgeführten Umgestaltung übernahm im November 1931 der Blatzheim-Konzern die Vergnügungsstätte.“ (Jürgen Müller: Willkommen, Bienvenue, Welcome – Politische Revue – Kabarett – Varieté in Köln 1928 – 1938, S. 307)

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Der sog. Varieté-Saal des Groß-Cöln zur Zeit des Ersten Weltkrieges.

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Festsaal im „Groß Cöln“ bei der Sedan-Feier am 2. September 1912. Gefeiert wurde die Kapitulation der französischen Armee nach der Schlacht bei Sedan im Jahr 1870. Letzmalig 1918 gefeiert. 1919 wurde dieser Feiertag gestrichen. ([1])

„Die Friesenstraße führt mitten in eines der traditionellen Vergnügungsviertel der Stadt. Bereits in den 1920er-Jahren strömten die Kölner scharenweise zu den Karnevalsrevuen mit Willi Ostermann im Varietétheater Groß-Köln, dem Vorgänger der heutigen Satorysäle.“ (Arens u.a.: Köln [DuMont-Reiseführer], 2014, s. 233)

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Vor dem Vergnügungspalast. Ausschnitt aus der Postkarte der Kunstanstalt Ludwig Meister, Köln.

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„Gruß aus >Groß – Cöln< Friesenstr. Hohenzollernring in Cöln a. Rh. Frau mit Militärmütze (Postkarte des Groß-Cöln. Zeichnung von Luis Usabal. Von Usabal gibt es zahlreiche Motive, auf denen junge Frauen Militärmützen tragen, vgl. „Fräulein Feldgrau“-Karten und Buch von Rudolf Jaworski „Mütter – Liebchen – Heroinen: Propagandapostkarten aus dem Ersten Weltkrieg“).

 „Das Varietégeschehen in Köln konzentrierte sich weitestgehend auf den internationalen Kaiserhof, den Volkstümlichen Burghof und das Revuetheater Groß-Köln, alle drei betrieben von Hans Herbert und Ludwig Blatzheim mit ihren weitreichenden Verbindungen in die Künstlerszene.“ (http://www.kunst-und-kultur.de/index.php?Action=showMuseumExhibition&aId=15814)

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Vor dem Vergnügungspalast. Ausschnitt aus der Postkarte der Kunstanstalt Ludwig Meister, Köln.

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Restaurant „Ober-Bayern“ (später wohl „Zillertal“?) mit aufgemalter Gebirgslandschaft im Vergnügungspalast Groß-Cöln.

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Logo des Groß-Cöln-Vergnügungspalasts.

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Decke im Varieté-Saal (Oben), „Ober-Bayern“ (Mitte), Hintere Wand im Varieté-Saal (Unten)

1931 übernehmen die Blatzheim-Betriebe „Groß Köln“.

Ludwig Blatzheim (1877 – 1961): „Der einer seit dem Mittelalter in Köln ansässigen Familie entstammende B. war nach dem Abitur in verschiedenen Branchen als selbständiger Unternehmer und seit 1922 im Hotel- und Gaststättengewerbe tätig. 1927 gründete er zusammen mit seinem Sohn Hans Herbert B. die aus 18 Einzelbetrieben bestehenden Blatzheim-Betriebe, die sich zum drittgrößten Gastronomieunternehmen in Deutschland entwickelten.“ (Deutsche Biographische Enzyklopädie, 2011, S. 702)

„Über das Ende des >Groß-Köln< gibt es keine eindeutigen Informationen. Noch 1941/42 war die Unterhaltungsstätte in Greven’s Adressbuch eingetragen, jedoch sollen die Räumlichkeiten bereits Ende 1939, Anfang 1940 vom Militär beschlagnahmt und als Getreidelager verwendet worden sein. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.“ (Jürgen Müller: Willkommen, Bienvenue, Welcome – Politische Revue – Kabarett – Varieté in Köln 1928 – 1938, S. 309/310)

Köln: Urbans Gaststätte am Ring

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Urbans Gaststätte am Ring, Köln, Hohenzollernring 20, Inhaber Jakob Urban. Telefon: Mosel 721 – 723. Druck: Frobenius A.G. (Leopoldshöhe A.G. i. B.).

Die „Urban´s Gaststätte am Ring“  [sic] wurde im April 1928 eröffnet.

„Zu erwähnen ist noch, daß Jakob Urban am 19. April 1928 am Hohenzollernring Nr. 20 einen weitern Betrieb: „Urbans Gaststätten am Ring“ eröffnet hat.“ (aus: Johannes Krudewig: Kölner Weinhandel und Weinstuben, 1928, S. 131)

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Speisekarte („Kaltes Büfett“) und Musikprogramm („Musikfolge“) im Tag der Eröffnung von „Urban’s Gaststätten am Ring“ (auf Elefantenhaut-Karton, 174 x 220 mm, Druck: Buch- und Offsetdruckerei Greven & Bechthold, Köln, Weyerstraß2 19).

Am Tag der Eröffnung gab es ein „Kaltes Büfett“ (Auszug) mit:
Geeiste Hühnerkraftbrühe Madrilène
Dänische Eier
Russische Eier
Lukullus-Eier
Hummer Tomaten Monte Christo
Artischockenboden Singapore
Pöckel-Ochsenzunge
Kalbsbraten
Roastbeef in Salzkruste
Rehrücken Carmen
Junge Hühnchen
Mai-Gans
Eis Soufflé Paquetta
Orangensalat
Fruchtsalat mit Caramel-Mandeln

Am Tag der Eröffnung gab es diese „Musikfolge“ (Auszug):
Kaiser Friedrich v. Friedemann (Marsch)
Hohenfriedberger Marsch
Ouvertüre zur Oper „Tell“ von Rossini
„Siegmund’s Liebeslied“ Walküre von R. Wagner
Große Balettmusik aus der Oper „Faust und Margarete“ von Gounod
„Aubade Printanière“ von P. Lacombe
„Vom Rhein zur Donau“ von K. Urbach
Verschiedenes und Modernes

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Der Wintergarten in Urbans Gaststätte am Ring (Fotografie von Hartzenbusch, Komödienstr., Köln).

Die Familie Urban führte in Köln das Hotel „Ewige Lampe“ und „Urbans Burghof“ in der Hohestraße (vgl. Urbans Burghof, Köln am Rhein).

„Auf ein mehr als dreißigjähriges Bestehen kann die „Römer-Kellerei Jakob Urban“ zurückblicken, die im Jahre 1894 von Peter Urban, dem Vater des jetzigen Firmeninhabers Jakob Urban, als Besistzer des weltbekannten Hotels „Ewige Lampe“.“ (ebd, S. 41)

Unter der Adresse Hohenzollernring 20 lassen sich verschiedene Geschäfte finden. 1908 eine Verkaufsniederlage des Berliner Autoherstellers N.A.G. Bis 1927 die Musikalienhandlung A. Sauerwald.

„Cöln a. R. Die Neue-Automobil-Gesellschaft m.b.H. Berlin NW. 6, Filiale frankfurt a.M., Kaiserstr. 48, eröffnete hier, Hohenzollernring 20, eine Verkaufsniederlage ihrer N.A.G.-Automobile (Fabrikate der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft Berlin).“ (Der Motorwagen 1908)

„Die Firma A. Sauerwald, Piano-Magazin in Köln a. Rh., verlegte ihre Geschäftsräume von Hohenzollernring 20 nach Hohenzollernring 76.“ (Zeitschrift für Instrumentenbau, 1927) „Wie wir bereits meldeten, hat die bekannte, 1896 gegründete Klavierhandlung A. Sauerwald, bisher Hohenzollernring 20, am 15. Januar d. J. ihre Geschäftsräume in ihr neuerworbenes Geschäftshaus Hohenzollernring 76 verlegt.“ (ebd.)

Anton Sauerwald wurde 1866 geboren. Er wuchs in Nuttlar auf. Mit 18 Jahren erblindete er infolge einer Blutvergilftung. In der Landesblindenanstalt Düren wurde er zum Musiklehrer ausgebildet. 1894 zog er mit seiner Frau nach Bochum und eröffnete dort eine Musikalienhandlung. Ab 1896 war diese dann in Köln. Von 1907 bis 1931 führte er das Geschäft zusammen mit seinem Bruder Carl. Er starb 1935. (Quelle: http://www.wir-nuttlarer.de/Download/HeftePDF/WirNuttlarer_6.pdf)

 

„Nach Hause geh’n wir nicht!“

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Köln, Hohe Straße im Jahr 1902. Rechts das „Löwen Bräu“. Diese Postkarte wurde am 10. April 1902 von Köln-Ehrenfeld versendet . Postkarte vom Verlag Leo Kürten.

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Postkarte Ausschnitt: Mann verkauft „Heiße Wiener“. Mann mit Zylinder zeigt Interesse.

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Postkarte Ausschnitt: Herrentrupp singt Sauflied „Nach Hause geh’n wir nicht!“. Die älteste Erwähnung des Liedes fand ich im Jahr 1908 („Nach Hause geh’n wir nicht“ von J. Reckmann). Die Herren gehören nicht zur Originalzeichnung, sondern wurden vor Reproduktion und dem Druck manuell einmontiert.

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Postkarte Ausschnitt: Ein einmontierter Schutzmann.

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Postkarte Ausschnitt: Und immer schön „Rech[ts] gehe[n]“.