Kategorie-Archiv: Fotografie

Musiker mit Pauken

Musiker (Paukist) mit Pauken, 1903.

„Sechster Abschnitt. Die Schlaginstrumente. 1. Die Pauken (?/mpsin ital., lumbales franz.). Die Pauken bestehen aus einem halbkugelförmigen kupfernen Kessel, worüber ein gegerbtes Kalbfell mittels eines eisernen Reifens gespannt ist.“ (Weber: Die Musikinstrumente, 1903)

Berliner Konzerthaus „Clou“

Im März 1914 (Foto: Kunstverlag Paul Kaufmann, Berlin-Wilmersdorf).

Im November 1912 (Foto: Kunstverlag Paul Kaufmann, Berlin-Wilmersdorf).

https://de.wikipedia.org/wiki/Markthalle_III

„Kino-Ausstellung >Der Film< in Berlin – Die vom 12. Juni bis 4. Juli ds. Js. in Berlin in den Gesamträumen des Berliner Konzerthauses (Clou) stattgefundene Ausstellung für moderne Lichtspielkunst >Der Film< verdient besonderes Interesse. Über den Wert von Spezialausstellungen ist man sich seit langem einig.“ (Velhagen & Klasings Monatshefte, 1920)

Berliner Konzerthaus (Clou, Mauerstraße 82 und Zimmerstraße 90/91). Anfahrt in der Mauerstraße von der Leipziger Straße oder Krausenstraße nach Schützenstraße oder von der Friedrichstraße in die Zimmerstraße.“ (Automobil-Rundschau, 1929) 

Kaffeehaus-Schnellfotografie

Foto aus dem Café Barkhof, Hamburg.

Auf dieser Seite sammele ich Bilder und Informationen zur Schnellfotografie in Kaffeehäusern und sonstigen Gaststätten des frühen 20. Jahrhunderts. Schnellfotografie gab es damals auf Jahrmärkten oder bei bestimmten Ausflugsorten (z.B. am Drachenfels). Die Besonderheit war, dass man die Fotos schon kurz nach der Erstellung mitnehmen konnte.

 

Foto im Café Eldorado, Altona.

Meine Annahme: Es kam der Fotograf beispielsweise in ein Café, fragte ob man Interesse an einem Foto hätte, schoss das Bild und brachte später die Abzüge.

Über die Entwicklung der Schnellfotografie ist mir wenig bekannt. Daher ich nur ein paar Hinweise.
Im Februar 1900 meldeten Max Schultze und Walter Vollmann das D.R.P. 123291 für einen Apparat für Schnellfotografie an. Die Kamera des Patents hatte zwei übereinabder liegende Dunkelräume, eins für die Negative, das andere für die Positive. Walter Vollmann hatte bei der Firma Grass & Worff 1897 eine Abteilung für Amateur-Fotografie eingerichtet.

Im Jahr 1900 begann Johannes Oster vor der Nibelungenhalle am Drachenfels mit Schnellfotografie. Die Leute konnten sich auf einen Esel setzten, ließen sich fotografieren und holten sich auf dem Rückweg die Fotos ab.

1902 veröffentlichte Wilhelm Baumann im Verlag Erstes Postkarten-Moment-Atelier (das Atelier von Baumann war in der Neuhauserstraße 2, München) eine „Gründliche Anleitung zur Ausübung der modernen und gewinnbringenden Postkarten-Schnell-Photographie ohne besondere Vorkenntnisse. Mit Berücksichtigung der Verhältnisse an allen verkehrsreichen Plätzen“.

Foto in Urbans Burghof, Hohe Straße 38, Köln.

„In den letzten Jahren haben sich Geschäfte etabliert, wo in wenigen Minuten eine Porträtaufnahme, auf Bromsilberkarte kopiert, ausgeführt wird, und zwar für den minimalen Preis von 50 Pfg. Es ist klar, dass in dieser kurzen Zeit die einzelnen Manipulationen etwas weniger penibel gehandhabt werden. Die Aufnahme der Person geschieht in der üblichen Weise auf Bromsilberplatte. Das Negativ, nachdem es kurz abgespült und die Schichtseite mit einem dünnen Celluloidblatt überlegt worden ist, wird mit der Bromsilberkarte im Kopierrahmen (eventuell mit Vorschaltung von Vignetten oder Masken) exponiert; dann wird das Positiv „rapid“ entwickelt, fixiert, gewässert und getrocknet.“ (Paul Hanneke: Die Herstellung von photographischen Postkartenbildern, 1905)

Es gab Postkartenkamera für das Format 10:15 (erwähnt 1914). Eingesetzt wurden diese auch auf Volksfesten oder Jahrmärkten. In der Druckschrift der Firma Karl Arnold konnte man lesen: „Diamant-Postkarten-Kanone laut beigefügter Abbildung ist die letzte Erfindung auf dem Gebiete moderner Schnellphotographie“ und weiter: „Ihr Bild in 5 Minuten auf Bromsilberpostkarten, ohne Platten, ohne Film, Ohne Dunkelkammer!: Postkarten-Kamera für Schnellphotographen“.

Foto in Urbans Burghof, Hohe Straße 38, Köln.

Fotografen in Hamburg und Altona taten sich bei der Schnellphotographie besonders hervor. Zahlreiche Postkarten aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg finden sich heute noch. In Urbans Burghof in Köln gab es einen Fotografen der den Gästen Bilder von ihrem Tisch anbot. Bilder zu Urbans Burghof sammele ich hier. Auch im Berliner Konzerthaus Clou wurden solche Fotos angeboten.

 

Bilder aus Hamburg und Altona (ca. 1910 bis 1918)

Albrecht Cimbal, Café Barkhof, Mai 1913. Foto: American Schnell-Atelier, Hamburg.

Café Eldorado, Altona, Juli 1913. Foto: „Elite“ Hamburg, Centrale für Schnellphotographie

Café Klosterburg, Jahr unbekannt. Foto: Express Schnell-Photographie Alexander Attin, Hamburg.

Café Sonnabend, Hamburg, September 1910. Foto: Magnus Mannheim, Photographische Werkstätte, Hamburg.

Café Westminster, Altona, Jahr unbekannt. Foto: „Elite“, Zentrale für Schnellphotographie.

Café Barkhof, Dezember 1912. Foto: ?

Café Kronprinz, Altona, 1914. Foto: ?

Café Kronprinz, Altona, 1913. Foto: Photographie Jaensch, Hamburg-Winterhude.

Kaffeehaus Wallhof, Hamburg, Jahr unbekannt. Foto: ?

Café Wallhof, Jahr unbekannt: Foto: Magnus Mannheim, Photographische Werkstätte, Hamburg.

Ort und Jahr unbekannt. Foto: Atelier Expreß Otto Steingraf, Altona.

Albrecht Cimbal, Ballhaus Trichter, Hamburg, Jahr unbekannt. Foto: American Schnell-Atelier, Hamburg.

Café Belvedere, Hamburg, November 1913. Foto: Photographie Jaensch, Hamburg.

Café Belvedere, Hamburg, Jahr unbekannt. Foto: Photographie Jaensch, Hamburg.

Foto: Express-Schnell-Photographie von Alexander Attin, Hamburg, Centrale Kaufmannshaus.

Rathaus Café, Hamburg, Jahr unbekannt. Foto: Hans Schmidt, Photograph. Werkstätte, Hamburg.

Stempel auf der Seite der Karte.

Frühe Fotografie

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Landschaftsfotograf, Laborzelt, Stich 1860er Jahre (Frankreich).

„1851 gelang dem Engländer Frederic Scott Archer mit dem Kollodium-Verfahren eine geeignete Methode zu entwickeln, bei der Glas als Träger der lichtempfindlichen Schicht verwendet wurde. Gegenüber dem bis dahin für Vervielfältigungsverfahren verwendeten Papier ließ sich die harte Glasplatte leicht in Kameras fixieren und verfügte über eine optimale Transparenz verbunden mit einer glatten Oberfläche.
Als Bindemittel der Silbersalze diente Kollodium, eine Mischung aus in Äther und Alkohol aufgelöster Nitrozellulose, sogenannte Schießbaumwolle, versetzt mit Jod- oder Bromkalium. Die gallertartige Masse musste auf der Glasplatte verteilt und nach der Sensibilisierung im Silbernitratbad sofort belichtet werden, bevor sie auszutrocknen drohte.
Die Technik war kompliziert, aber richtungsweisend. Sie verlangte vom Fotografen chemische Kenntnisse und zügiges Arbeiten, jedoch überzeugten Kontrastumfang und Feinkörnigkeit der Negative, vor allem aber die extrem kurzen Belichtungszeiten. Die erfolgreiche Etablierung des nassen Kollodium-Verfahrens bedeutete zugleich den endgültigen Durchbruch der Vervielfältigungstechnik gegenüber den bislang dominierenden Unikaterfahren.“ (in: Gerhard Hetzer, Michael Stephan „Entdeckungsreise Vergangenheit – Die Anfänge der Denkmalpflege in Bayern.“, 2008, S. 247)

„Das nasse Kollodium-Verfahren. Dreißig Jahre lang – von 1851 bis etwa 1880 – standen die Fotografen bei ihrer Arbeit unter Zeitdruck. Die Glasplatten mußten an Ort und Stelle lichtempfindlich gemacht, noch im nassen Zustand belichtet und danach sofort entwickelt werden. Denn die lichtempfindliche Schicht aus Kollodium und Silbernitrat wurde nach spätestens 20 Minuten trocken und damit fast unempfindlich. Folge: Bei Aufnahmen außerhalb des Ateliers mußte die >Dunkelkammer< in Zelten, Handwagen, Kutschen mitgenommen werden.“ (Johann Willsberger: Fotofaszination – Kameras, Bilder, Fotografen. 1975)

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Labor eines Landschaftsfotografen, Stich 1860er Jahre (Frankreich).

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Landschaftsphotograph, Stich 1890er Jahre (Deutschland).

„Dies stellt in Anbetracht des erheblichen Gewichts der 13 x 18 cm großen Glasplatten-Negative, der Plattenkamera nebst Stativ und selbstverständlich der Reise mit der Kutsche bei Wind und Wetter eine heutzutage respekteinflößende Leistung dar. Kein Wunder, dass jede neue fotografische Entwicklung rasch aufgegriffen wurde. So finden sich im Bildarchiv auch bereits um 1890 entstandene Kunststoffplatten im Format von ca. 20 x 30 cm aus Nitro-Cellulose, dem sogenannten Celluloid, als deutlich leichterem Trägermaterial für die lichtempfindliche Schicht. Neben dem haltbareren Gelatinepapier anstelle von Albumin setzten sich im professionellen Bereich dann ab 1910/1920 Film-Material als Negativträger sowie die Reduzierung der Formate von 12 x 9 cm Planfilm bis im Laufe der 1930/1940er Jahre auf 6 x 6 cm Rollfilm durch.“ (Markus Hundemer „Inventarisation und frühe Fotografie“, in: Gerhard Hetzer, Michael Stephan „Entdeckungsreise Vergangenheit – Die Anfänge der Denkmalpflege in Bayern.“, 2008, S. 241/242)

„Zur Ausrüstung des Fotografen gehörten damals neben Kamera und Holzkassetten ein Holzstativ sowie ein schwarzes Tuch, unter dem die Bildschärfe auf der Mattscheibe eingestellt wurde. Die Belichtung erfolgte mittels einer abnehmbaren Objektivkappe oder aufsteckbarer Hilfsverschlüsse für Moment- und Zeitaufnahmen. Ab etwa 1900 erhielten Objektive aber auch moderne Verschlüsse, wie etwa dem Compo oder den Compur der Münchner Firma Deckel.“ (in: Gerhard Hetzer, Michael Stephan „Entdeckungsreise Vergangenheit – Die Anfänge der Denkmalpflege in Bayern.“, 2008, S. 244)

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Rolf Ihme: Bild – Illustration – Bilderdruck (VEB Fachbuchverlag, Leipzig, 1985)

„Die Dunkelkammer. Das war und ist die zweite Welt der Fotografen. Im Schein von Petroleumlampen begann das Hantieren mit Chemikalien und Kontaktrahmen …“ (Johann Willsberger: Fotofaszination – Kameras, Bilder, Fotografen. 1975)

„Albuminpapier war aufgrund seiner lange unübertroffenen Wiedergabequalität im 19. Jahrhundert das beliebteste Fotomaterial im Positiv-Verfahren und blieb bis ca. 1920 in Gebrauch. 1850 eingeführt, erfolgte die Beschichtung des Bildträgers mit Albumin (Hühnereiweiß) und Natriumchlorid ab 1880 industriell. Der Fotograf musste das unempfindlich ausgelieferte Papier lediglich im Silbernitrat-Bad sensibilisieren, bevor er es auskopieren, d.h. in direkten Kontakt mit den Negativ belichten konnte. Die fixierte und gewässerte Fotografie wurde anschließend durch die Satiniermaschine vollflächig auf Karton aufgezogen, um das Einrollen des sehr dünnen Papiers entgegenzuwirken und die Oberfläche des Bildes zu glätten.“ (in: Gerhard Hetzer, Michael Stephan „Entdeckungsreise Vergangenheit – Die Anfänge der Denkmalpflege in Bayern.“, 2008, S. 247)

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Jan S. Kunstreich: Frühe Photographen in Schleswig-Holstein (Verlag Boyens & Co., Heide, 1985)

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Verpackung von „Apollo Raprid-Platten“ (Gelatine-Trockenplatten; eingetragene Fabrikmarke Amsterdam 1883) der Trockenplatten-Fabrik Unger & Hoffmann in Dresden.

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Verpackung von „Apollo Raprid-Platten“ der Trockenplatten-Fabrik Unger & Hoffmann in Dresden mit einem Händleraufkleber von Hermann Scheyhing, Photographische Handlung.

„Das >saubere< Verfahren. Der englische Arzt dr. Richard Leach Maddox hatte sich geärgert: Das Arbeiten mit dem nassen Kollodiumverfahren ging nie ganz ohne Kleckern ab. Er erfand 1871 die Bromsilber-Gelatine-Trockenplatte. Ihr Vorteil: Sie konnte fabrikmäßig vorproduziert werden. Durch die einfachere Handhabung war die Trockenplatte Voraussetzung für die Produktion von handlichen Kameras in größeren Stückzahlen.“ (Johann Willsberger: Fotofaszination – Kameras, Bilder, Fotografen. 1975)

„1871 stellte der englische Arzt Richard Leach Maddox der Öffentlichkeit ein Negativ-Verfahren vor, bei dem die mit einer lichtempfindlichen Emulsionsschicht aus Silberbromid und Gelatine versehene Glasplatte im trockenen Zustand belichtet werden konnte. Die Beständigkeit der Gelatine-Trockenplatten erlaubte die Fertigung auf Vorrat und entband den reisenden Fotografen vom mobilen Labor.
Trotz dieser Vorzüge erfolgte die Ablösung des nassen Kollodium-Verfahrens nur zögerlich. Die Lichtempfindlichkeit der Gelatineschicht war gering und schwankte bei den anfangs manuell hergestellten Platten. Erst die Idee von Charles Benett, die Sensibilität der Bromsilbergelatine durch einen Bromkaliumüberschuss drastisch zu erhöhen, führte 1878 zum Erfolg und setzte die industrielle Trockenplatten-Produktion schlagartig in Gang.“ (in: Gerhard Hetzer, Michael Stephan „Entdeckungsreise Vergangenheit – Die Anfänge der Denkmalpflege in Bayern.“, 2008, S. 247)

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Ottmar Anschütz: „Kurzgefasster Rathgeber bei der ersten Anschaffung einer photographischen Ausrüstung“ (1896).

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Carte de Visite 

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Carte de Visite

Carte de Visite. „Die Idee zu diesen Fotos ließ sich der Pariser Fotograf André Adolphe Disdéri 1854 sogar patentieren. Die ungeheure Popularität solcher Aufnahmen (Format 6 x 9 cm) führte nicht nur dazu, daß man anfing Fotos von sich zu verschenken, sondern auch die von berühmten Leuten zu sammeln. Das Carte-de-Visite-Foto war bis etwa 1910 >das tägliche Brot< der Fotografen. Die große Nachfrage nach den modischen Bildchen hatte Folgen: Es begann die fabrikmäßige Herstellung der Aufnahmen, und es wurde ein spezieller Kameratyp mit vier Objektiven gebaut, der vier Aufnahmen gleichzeitig oder kurz hintereinander ermöglichte.“ (Johann Willsberger: Fotofaszination – Kameras, Bilder, Fotografen. 1975)

„Ein Bild für 50 Pfennig. So teuer war ein Automatenfoto. Ab 1890 konnte man sich auf Jahrmärkten und Rummelplätzen selbst porträtieren: Automat >Bosco< machte es möglich. … In drei Minuten war ein Bild fertig: Nach der Belichtung wurde die Ferrotypie automatisch entwickelt, fixiert und gewässert.“ (Johann Willsberger: Fotofaszination – Kameras, Bilder, Fotografen. 1975)

Blitzlicht. „Ein unscheinbares graues Material (1859 entdeckt durch Bunsen und Roscoe) brachte vieles ans Licht: 1865 benutzte Charles Piazzi Smyth Magnesiumlicht für Aufnahmen im Innern der Cheops-Pyramide. Mit explosiven Mischungen aus Magnesium, Kaliumchlorat, Schwefelantimon und anderen Chemikalien (1887 eingeführt von Adolf Miethe und J. Gaedicke) arbeiteten Fotografen jahrzehntelang – zum Erschrecken ihrer Kunden. Das Ende der Licht-Alchemie kam 1925: die Erfindung der Staniol gefüllten Blitzlichtbirne durch Dr. Paul Vierkötter.“ (Johann Willsberger: Fotofaszination – Kameras, Bilder, Fotografen. 1975)

„Die Fotografie wird zur Industrie. Die Idee des Amerikaners George Eastman das Fotografieren so zu vereinfachen, daß jeder, der >auf den Knopf drücken konnte<, auch Bilder machen konnte, war das Startsignal für die Massenfotografie. Eastman nutzte die Erfindung des Rollfilms (Prinzip: Bromsilber-Gelatineschicht auf Zelluloid; 1887 von Hannibal Goodwin als Patent angemeldet) und baute dafür eine Kamera in großer Serie: die Kodak Nr. 1.“ (Johann Willsberger: Fotofaszination – Kameras, Bilder, Fotografen. 1975)

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Peter Michels: Das Kollodium – Handbuch der modernen Nassplattenfotografie (Fotokultur 2015)

Lieferanten

Kartons:

  • E. Kaders, Dresden: seit 1867, Fabrik photographischer Cartons, in allen Formaten und Stärken.
  • G. Janssen & Co, Köln, Norbertstraße 30, seit 1862, Photo-Großhandlung.
  • Haufler & Schmutterer, Wien, lithographische Anstalt und Fabrik photographischer Cartons, auch: lithograph. Anstalt für Photographie, auch: Steindruckerei.
  • Alexander Lindner, Berlin, seit 1862 („also zu einer Zeit, in welcher die ersten photographischen Papierbilder hergestellt wurden“,Photographische Chronik, 1908), Fabrik photographischer Kartons.
  • Bernhard Wachtl, Wien, lithograph. Anstalt und Steindruckerei, photographische Cartons, z.B. „lithographierte Visit-Cartons, Cabinet-Cartons oder Elisabeth-Cartons“.
  • Karl Krziwanek, Wien, seit 1860, lithografischen Anstalt, Händler Fotografiebedarf (siehe: [1]). Andressbuch: „Steindruckereibesitzer und Händler mit Utensilien für Fotografie“ (1874). „Der führende österreichische Lieferant für Photokarten war der Wiener Photohändler Karl Krziwanek, der eine eigene Lilhographieanslalt betrieb.“ (Gebrauchsgraphik). „… in Wien zwei große LithographischeAnstalten gab,Eisenschimmel & Wachtl, später nur Wachtl und Karl Krziwanekdie Kartons herstellten.“ (Lexikon der Wieder Fotographen).

Photo-Großhandlung „G. Janssen & Co., Cöln a. Rh.“ (N)

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Dies ist die Rückseite eines Fotos aus dem Atelier von Ernst Zeck. Schaut man genau hin, dann sieht man unten rechts in kleiner Schrift „G. Janssen, Cöln a. Rh.“. das heißt der Fotograf Zeck hat seiner Fotokarton bei der Firma G. Janssen in der Norbertstraße bestellt.

Die  Photo-Großhandlung G. Janssen & Co., Cöln a. Rh. wurde 1862 gegründet. Sie befand sich zunächst in der Christophstr. 8, später erwarb die Firma das Haus  Norbertstr. 30.
Inhaber war um die Jahrhundertwende Jos. Liersch.
Dort gab es z.B.  „Trockenplatten und Papiere, Firma Karten (zum Aufkleben der Photographien in jeder Ausführung) oder Photographie-Ständer“ (Preisliste von 1904).
1905 verkaufte Liersch die Firma und verließ Köln. Neuer Inhaber war Herr Auerbach (Photographische Chronik, 1905).
1911 Vertretung der Royal-Standardplatten.
1950er Jahren als „Janssen & Cie, Photo-Fachgrosshandlung“ (Firmenlogo: JACIE).
1952 Festschrift zum zum 90-jährigen Jubiläum.
1958 in der Norbertstr. 26 – 30.
1962 schrieb Dr. Werner Jüttner vom Kölner Stadtmuseum zum 100-jährigen Jubiläum eine Festschrift.
1969 neben Köln auch in Berlin, Frankfurt und Stuttgart.
1971 in der Norbertstr 26.
1973 auch als Foto-Großhandlung Royal GmbH & Co., Norbertstraße 26 – 30.
1974 in der Norbertstr. 26 – 30.

Kölner Atelierfotografie (N)

Die hier aufgeführten Fotografen waren zu unterschiedlichen Zeiten in Köln im Zeitraum 1870 bis 1920 aktiv.

„Im Jahr 1864 lassen sich in Köln immerhin 31 Fotografen nachweisen, während Düsseldorf im Vergleich dazu nur acht zählen kann. Ihre Haupttätigkeit bestand wie überall im Porträtieren der Mitbürger. Daneben bot jedoch die Herstellung von Ansichten der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, vor allen Dingen vom Dom, eine wichtige Einnahmequelle. Schließlich war Köln eine zentrale Anlaufstelle aller Rheintouristen, die für eine stetig wachsende Nachfrage nach anschaulichen und preiswerten Ansichten der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten sorgten.“ (Quelle: Roswitha Neu-Kock „Über die Anfänge musealer Sachfotografie in Köln“, siehe hier)

Allgemeines zur Atelierfotografie finden Sie hier:
Bachelorarbeit von Anna-Luise Wenske: Berliner Atelierfotografie des 19. Jahrhunderts

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Frau im Fotoatelier von Heinrich Gastroph, Firma Richard Scholz, Schildergasse 94, Köln (19. Jh., 60 – 70er Jahre; Format: 60 x 100 mm, ganze „Firmen-Karte“ gemessen, nicht nur das Bild).

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Rückseite des obigen Fotos.

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Mann im Fotoatelier von F. Kramer, Mohrenstraße 32, Köln (19. Jh., 60 – 70er Jahre; Format: 60 x 100 mm).

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Rückseite des obigen Fotos.

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Mann im Fotoatelier von J.H. Braschoss, Peterstrasse 31, Cöln (Format: 110 x 170 mm).

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Rückseite des obigen Fotos.

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Frau im Atelier von •Carl Westendorp, Comödienstr. 7, Cöln (Format: 63 x 103mm).

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Rückseite des obigen Fotos.

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Drei Frauen im „Samson & Co. Photogr. Atelier, Köln (Rhein), Hohestrasse 53“ (Format: 135 x 215 mm).

Samson & Co. in der Hohestr. neben der Tietz Passage.  Zum Atelier gab es einen Fahrstuhl.  Samson & Co. war auch in Mülheim (Rhein),  Buchheimerstr. 23 und Köln-Ehrenfeld, Venloerstr. 269.

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Frau im Fotoatelier von A. Wirtz, Köln a. Rh., Hohestrasse 55. (Format: 105 x 165 mm).

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Paar im Fotoatelier von Anna Wirtz, Köln a. Rh., Hohestrasse 55. (Format: 105 x 165 mm).

Das Atelier von Anna Wirtz wurde nach 1906 betrieben.
„Atelier für künstlerische Photographie u,  Malerei.“ (Rückseite)

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Rückseite der obigen Abbildungen.

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Frau im Fotoatelier Photographie „Elite“, Köln, Minoritenstr. 25. (Format: 80 x 167 mm).

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Rückseite der obigen Abbildung.

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Mann im Jahr 1909 beim Fotografen Eugene Coubillier, Köln, Hohenstaufenring 86 (Format: 105 x 165 mm).

Eugene Coubillier (1873 – 1947) war Bruder des Bildhauers Fritz Coubillier. Er machte in Köln-Deutz bei Carl Scholz seine Ausbildung. Eigenes Atelier ab 1906 am Ehrenfeldgürtel [Quelle: [1]).

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Mann im Atelier von H.J. Braun in Köln-Ehrenfeld (Format: 110 x 168 mm).

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Frau mit drei Kindern im Fotoatelier von Hof-Photograph C. Scholz, Köln Ehrenfeld (Format: 160 x 110 mm).

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Carl Scholz hatte seine Ateliers in Köln-Deutz, Freiheitstr. 64 und  Köln-Ehrenfeld, Venloerstraße 237. Er bildete Eugene Coubillier aus. Scholz betrieb in Köln-Deutz ein Fotogeschäft.

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Frau im „Samson & Co. Photogr. Atelier, Köln (Rhein), Hohestrasse 53“ (Format: 105 x 165 mm).

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Frauen im Fotoatelier von J. Spenke, Köln-Ehrenfeld, Venloerstr. 363 (Format: 107 x 165 mm).

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Frau im Samson & Co. Photogr. Atelier, Köln (Rhein), Hohestrasse 53 (Format: 80 x 170 mm).

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Rückseite zum obigen Bild.

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Frau und Kind im Fotoatelier von Wilhelm Janssen, Cöln a. Rhein, Weidenbach 5 (Format: 80 x 170 mm).

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Frau im Samson & Co. Photogr. Atelier, Köln (Rhein), Hohestrasse 53 (Format: 80 x 170 mm).

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Mann im Samson & Co. Photogr. Atelier, Köln (Rhein), Hohestrasse 53 (Format: 80 x 170 mm).

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Frau im Fotoatelier von A. Wirtz, Köln a. Rh. (Format: 105 x 165 mm).

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Frau im Fotoatelier von J. Spenke, Köln-Ehrenfeld, Venloerstr. 363 (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite der obigen Abbildung.

im Fotoatelier von A. Wirtz, Köln a. Rh., Hohestrasse 55. (Format: 105 x 165 mm).

Mann im Fotoatelier von Wilh. Janson, Cöln a. Rhein, Weidenbach 5. (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite des obigen Bildes.

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Frau im Fotoatelier von Herrmann Schlüter, Köln a. Rhein, Schildergasse 47/49 (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite des obigen Bildes.

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Frau im Fotoatelier von Ernst Zeck, Köln, Mittelstrasse 24 (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite des obigen Bildes.

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Auf der Rückseite des Kartons steht klein : „G. Janssen & Co., Cöln a. Rh.“. Dies war die 1862 gegründete „Photo-Großhandlung“ in der Christophstraße 8, später in der Norbertstraße 30. Mehr zur Geschichte der Firma habe ich hier notiert.

Frau mit Kind im Fotoatelier von Hof-Photograph C. Scholz, Köln Ehrenfeld (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite des obigen Bildes.

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Kleinkind im Fotoatelier von J. Spenke, Köln-Ehrenfeld (Format: 65 x 105 mm).

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Mädchen im Fotoatelier von Fritz Heinz, Köln, Severinstrasse 205/7 (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite des obigen Bildes.

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Frau im Fotoatelier von Jos. Klett, Köln-Nippes, Schenkendorferstr. 1 (Format: 65 x 105 mm).

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Frau 1908 im Fotoatelier von Hofphotograph N. Tonger, Köln a. Rh. (Format: 110 x 160 mm).

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Frau 1907 im Fotoatelier von Hofphotograph N. Tonger, Köln a. Rh. (Format: 110 x 160 mm).

Nicola Tonger, Photograph, Köln Hohe-Straße 45 (1877 – 1885) und Düsseldorf, Elberfelder-Straße 4, auch Johann Nicolaus Tonger (1846  – 1917), auch: Nicola Tonger Köln, Comödienstrasse 16 (ab 1887) (Quelle: [1], [2])

Weitere Fotografen in Köln:

  • Atelier Bluhm, Ehrenstr. 94/Ecke Friesenwall
  • J.H. Braschoss, Peterstr. 31 u. Pantaleonsmühlengasse 44 (Quelle: [1], [2])
  • Eugen Bresonski, Hohestr. 134
  • Bernh. Brischke, Breitestr. 133 (Quelle: [1])
  • Fritz Eilender, Breitestr, 86 bzw. Kreuzgasse 22 (gegenüber Stadttheater) (Quelle: [1])
  • Willy Chedell, Schildergasse 66, übernahm Atelier von Fritz Meycke (Quelle: [1])
  • Atelier Elvira, Hohestr. 79 (Quelle: [1])
  • Photographie Elite, Minoritenstr. 25
  • Jean Epkens
  • J. Fuchs, Hohestr. 13 (Quelle: [1])
  • Peter Geus, Langgasse 34, auch: Fried. Wilh. Straße 9 1/3, Mülheim am Rhein, Buchheimerstraße 55, Eigelstein 66, Köln, Matthias Straße 14, Köln
  • P.W. Haak, Severinstr. 66 (siehe auch: [1])
  • Heinrich Heinz, Hof-Photograph und Maler, Severinstr. 205 – 207
  • W. Höffert, Hofphotograph, Hohestr.
  • Herm. Lambertz, Eigelstein 47
  • Max Lintz, Ehrenstr. 33/35 u. Habsburgerring 6
  • Kronen-Atelier (Willy Berndt), Schildergasse 72 – 74
  • Fritz Meycke, Schildergasse 66 (auch ein Atelier in Bonn) (Quelle: [1])
  • J. Rademacher
  • F. Raps, Comödienstr. 16
  • Wilh. Recker, Schildergasse 112 (später Blaubach 44)
  • ReformAtelier, Breitestr. 165
  • Aug. Schmidt, Rudolfplatz 10 (vor der Hahnenthorburg)
  • Theodor Schönscheidt, Breitestr. 14 (siehe auch: [1], [2], [3])
  • Carl Westendorp, Comödienstr. 7 (siehe auch: [1], [2], [3], [4])
  • Atelier Wolff, Inh. Willy Thoren, Weyerstr. 23/25 (siehe auch: [1])

 

Bergische Atelierfotografie

Bergisch Gladbach

Fotoatelier Horsmann

Mann im Fotoatelier Horsmann, Bergisch Gladbach (Format: 50 x 120 mm).

Rückseite des obigen Fotos. Das Firmenlogo von Horsmann ist mit diesen Papieraufkleber überdeckt. Im Jahre 1904 war A. Röhl & Co. ein Kunstinstitut, Osterlingerstr. 5, Bremen. Das Feld „abgeben an“ ist frei. Aufgrund von Vergleichsbildern mit „Röhl-Aufklebern“ hat die No. nichts mit dem Jahr zu tun, wie man hier vermuten könnte.

Mann im Fotoatelier Horsmann, Bergisch Gladbach (Format: 65 x 105 mm).

Auf verschiedenen Fotos von Horsmann steht unten in kleiner Schrift: „Dr. Höhn & Co., Düsseldorf“. Diese Firma wurde von Dr. phil. Emil Höhn im Jahr 1887 gegründet. „Ursprünglich wurde die Fabrikation von chemischen Produkten und insbesondere Photolacken betrieben und dann eine Fachhandlung photographischer Artikel angegliedert.“ (Nachrichtenblatt für das Photographenhandwerk, 44/1937)

Fotoatelier Warkus

Frau im Atelier von Herm. Warkus, Bergisch Gladbach (Format: 65 x 105 mm).

Frau im Atelier von Herm. Warkus, Bergisch Gladbach (Format: 60 x 115 mm).

Warkus war noch in den 1950er Jahren in der Poststraße.

Fotoatelier Franken

Das Atelier von Caspar Franken ist heute in Bergisch Gladbach nahezu vergessen. Caspar Franken wurde 1863 in Ehrenfeld (Köln) geboren und starb 1930 in Eupen (siehe [1]). Franken hatte sein Atelier (ab 1879/1883) eigentlich in Eupen. Dort betrieb die Familie über mehrere Generationen ein Fotogeschäft. Zuletzt wurde das Geschäft von Fotograf George Dyba betrieben (siehe [2], [3]).

Kinder im Atelier von Caspar Franken, Wilhelmstraße, Bergisch Gladbach (Format: 109 x 167 mm).

Caspar Franken hatte sein Atelier in Eupen. Zeitweilig betrieb er eine Zweigstelle in Bergisch Glachbach. Diese Zweigstelle wurde meistens nur auf den Rückseiten der Fotos erwähnt. Bei diesem Foto steht Gladbach auf der Vorderseite.

Rückseite des obigen Fotos.

Gummersbach

Fotoatelier Phillip Dürr

In Gummersbach betrieb Phillip Dürr ein „Atelier für Photographie und Malerei“ in der Kaiserstraße 41. Er war auch als Erfinder tätig. 1915 erhielt er ein Deutsches Reichs-Patent für „Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von photographischen Schichtträgern ohne Dunkelkammer, wobei der Schichtträger in der Kassette entwickelt wird. Philipp Dürr, Gummersbach, Rhld. (D. R. P. 302943 vom 7. Dezember 1915.“ (Chemiker Zeitung, 1918) Das Haus (mit Jugendstilfassade) in dem sich sein Fotoatelier in der Kaiserstraße befand wurde 2011 abgerissen (siehe hier [1]). Dürr hatte in Gummersbach-Dieringhausen ein weiteres Atelier.

Von den folgenden drei Fotos wurde mit Sicherheit das untere bei Dürr gemacht. Die Fotos gehören zusammen, auf allen drei Fotos ist eine junge Frau zu sehen. Die Fotos wurde nicht aufgeklebt, sondern befinden sich auf Karton im Postkartenformat.

Gummersbacher Familie (die Frau hintere Reihe links ist die selbe wie auf den beiden folgenden Fotos. Atelier Dürr? Format: 135 x 85 mm).

Gummersbacherin (wie im obigen Familiefoto. Der Raum ist der selbe wie beim Familienfoto. Atelier Dürr? Format: 85 x 135 mm).

Frau (dieselbe wie oben) im Atelier Phillip Dürr, Kaiserstraße, Gummersbach (Format: 85 x 135 mm).

Stempel auf der Rückseite des obigen Bildes.

Fotoatelier Wilhelm Everhan

Ebenfalls in Gummersbach war Wilhelm Everhan als Fotograf tätig. Er hatte sein Atelier in der Karlstraße 2 (später Nr. 5 vgl. Stempel unten). Über einen Besuch 1895 berichtete eine Frau 60 Jahre später: „Beim Fotografen Everhan in der Karlstraße wurde Halt gemacht, um eine Erinnerungan diese einzigartige Wagenfahrt im Bild festhalten zu lassen. Herr Everhan baute auf einem Stativ einen großen Fotokasten auf, bedeckt mit einem großen schwarzen Tuch, unter dem er dann zeitweilig verschwand, um eine Klappe hochzuziehen. Immer wieder Verbesserungen an unserer Haltung treffend, war er endlich bereit, die Kapsel von der Linse zu ziehen. ‚Danke schön, meine Herrschaften, das Bild ist gemacht.‘ “ (Festschrift 1995)

Stempel von W. Everhan.

Wermelskirchen/Burscheid

Fotoatelier G. Schneppendahl

Frau im Atelier von G. Schneppendahl, Wermelskirchen & Burscheid (Format: 65 x 105 mm).

Rückseite der obigen Fotografie.

Solingen/Burscheid

Fotoatelier Fritz Flaake

Frau in einem der Ateliers von Fritz Flaake, Solingen & Burscheid (Format: 62 x 100 mm).

Wipperfürth

Fotoatelier Theodor Meuwsen

Der Buchbinder Theodor Meuwsen eröffnete sein Atelier 1869 in der Unteren Straße in Wipperfürth. 1900 übergab er sein Atelier an Emil Hardt.

Fotoatelier Emil Hardt

Emil Hardt übernahm das Atelier von Theodor Meuwsen im Jahr 1900. Er starb 1945. Die Familie führte das Geschäft bis in die 1960er Jahre fort.

Urbans Burghof, Köln am Rhein

Nord- und Osthalle mit Durchblick in den Palmengarten. Ein Bild aus den 1920er Jahren. (Rhei.Pho-Kin M. Dick, Köln). Der Palmengarten wurde früher, zu Zeiten der Pschorrbräu Bierhallen, Kneip-Hof genannt (?).

Pschorrbräu Bierhallen in Köln, um 1909.

Urbans Burghof (Hohestr. 38/Burghöfchen) war ein Unterhaltungshaus, welches schon 1900 als Restaurant im Kölner Adressbuch eingetragen war. Hier gab es auch volkstümliches Theater. Unter der Adresse waren zuvor die Pschorrbräu Bierhallen, zu denen ich hier sammele.
Der Familie gehörte die „Römer-Kellerei Jakob Urban“ (gegründet 1894 von Peter Urban, Vater von Jakob Urban), das Hotel „Ewige Lampe“ neben St. Andreas und nach dem Krieg auch ein Lokal auf den Kölner Ringen (vgl. Urbans Gaststätte am Ring).

„>Der Burghof<, Hohe Straße 38, war ein traditionelles Unterhaltungshaus, bereits 1900 war es als Restaurant im Kölner Adressbuch eingetragen. Obwohl weiter als Restaurant geführt, wurden im >Burghof< auch Konzerte aller Art geboten: So traten beispielsweise eine Rheinische Winzerkapelle auf, spielten Militärkapellen oder wurden Konzerte mit Tanzmöglichkeiten geboten. Als weitere Attraktion traten 1931/32 Chöre wie die russischen Terek-Kosaken (Juni 1931) auf; bei kostenlosem Eintritt wurden auch Varieté und Bierkabarett geboten. Der >Burghof< stand insgesamt nicht für eine bestimmte Unterhaltungsgattung.
Im Sommer 1933 übernahm der Blatzheim-Konzern den >Burghof< […] Anlässlich der Neueröffnung des >Burghofs< am 14. Oktober 1933 wurden die Zugnummern des >Groß-Köln< und der >Charlott< verpflichtet: Carl Heinz Charles gab den Conférencier, Marietta Lenz sang Berliner Chansons und Bert Florida zeigte Stepptänze und Tanzparodien.“ (Jürgen Müller: Willkommen, Bienvenue, Welcome – Politische Revue – Kabarett – Varieté in Köln 1928 – 1938, S. 305/306)

In Urbans Burghof konnte man sich fotografieren lassen und konnte die Bilder wohl gleich mitnehmen. Mit diesen Fotos hatte man bereits angefangen, als das Haus noch von Pschorr Bräu geführt wurde. Auf diesen Karten stand seitlich „Restaurant Pschorr-Bräu Köln a/Rh.“ (vgl. hier, „Postkarte von Max Clarenbach an August Deusser“). Dies wurde abgeändert auf „Urban`s Burghof Cöln a/Rh.“. Beispiele dafür sind die folgenden Bilder.