Kategorie-Archiv: Belle Époque

Ausstellung im LVR-Museum Engelskirchen: Must have

Arbeitsjacke aus der Tuchfabrik Müller in Euskirchen-Kuchenheim nach langem Gebrauch und Flicken (1950er Jahre)

Rock aus Wolle, vermutlich aus Eigenproduktion (spätes 19. Jh.)

Herrenweste aus Seide, Rückenteil aus Leinen (spätes 18. Jahrhundert, um 1820 an die Biedermeier-Mode angepasst)

Biedermeierkleid (um 1830)

„Mantille“, Umhang (1910 – 1919)

Badeanzug mit Rock. Der Rock wurde zum Baden abgenommen (1890 – 1900) vgl. Baden an der Ostsee

Katalog der Seidenhandlung Gustav Cords. Geschäfte in Köln und Berlin (1914), Unten: Katalog des Berliner Konfektionshauses Rudolph Hertzog (1916)

Kriminal-Roman von Friedrich Otten „Ein Spiel der Harmlosen“ (Berlin, um 1900)

„Prinzession Übermut“, lustige Backfischromane (Dresden, 1914 – 1921)

Schokoladenautomat von Stellwerck (Ausschnitt)

Musiker mit Pauken

Musiker (Paukist) mit Pauken, 1903.

„Sechster Abschnitt. Die Schlaginstrumente. 1. Die Pauken (?/mpsin ital., lumbales franz.). Die Pauken bestehen aus einem halbkugelförmigen kupfernen Kessel, worüber ein gegerbtes Kalbfell mittels eines eisernen Reifens gespannt ist.“ (Weber: Die Musikinstrumente, 1903)

Berliner Konzerthaus „Clou“

Im März 1914 (Foto: Kunstverlag Paul Kaufmann, Berlin-Wilmersdorf).

Im November 1912 (Foto: Kunstverlag Paul Kaufmann, Berlin-Wilmersdorf).

https://de.wikipedia.org/wiki/Markthalle_III

„Kino-Ausstellung >Der Film< in Berlin – Die vom 12. Juni bis 4. Juli ds. Js. in Berlin in den Gesamträumen des Berliner Konzerthauses (Clou) stattgefundene Ausstellung für moderne Lichtspielkunst >Der Film< verdient besonderes Interesse. Über den Wert von Spezialausstellungen ist man sich seit langem einig.“ (Velhagen & Klasings Monatshefte, 1920)

Berliner Konzerthaus (Clou, Mauerstraße 82 und Zimmerstraße 90/91). Anfahrt in der Mauerstraße von der Leipziger Straße oder Krausenstraße nach Schützenstraße oder von der Friedrichstraße in die Zimmerstraße.“ (Automobil-Rundschau, 1929) 

Kaffeehaus-Schnellfotografie

Foto aus dem Café Barkhof, Hamburg.

Auf dieser Seite sammele ich Bilder und Informationen zur Schnellfotografie in Kaffeehäusern und sonstigen Gaststätten des frühen 20. Jahrhunderts. Schnellfotografie gab es damals auf Jahrmärkten oder bei bestimmten Ausflugsorten (z.B. am Drachenfels). Die Besonderheit war, dass man die Fotos schon kurz nach der Erstellung mitnehmen konnte.

 

Foto im Café Eldorado, Altona.

Meine Annahme: Es kam der Fotograf beispielsweise in ein Café, fragte ob man Interesse an einem Foto hätte, schoss das Bild und brachte später die Abzüge.

Über die Entwicklung der Schnellfotografie ist mir wenig bekannt. Daher ich nur ein paar Hinweise.
Im Februar 1900 meldeten Max Schultze und Walter Vollmann das D.R.P. 123291 für einen Apparat für Schnellfotografie an. Die Kamera des Patents hatte zwei übereinabder liegende Dunkelräume, eins für die Negative, das andere für die Positive. Walter Vollmann hatte bei der Firma Grass & Worff 1897 eine Abteilung für Amateur-Fotografie eingerichtet.

Im Jahr 1900 begann Johannes Oster vor der Nibelungenhalle am Drachenfels mit Schnellfotografie. Die Leute konnten sich auf einen Esel setzten, ließen sich fotografieren und holten sich auf dem Rückweg die Fotos ab.

1902 veröffentlichte Wilhelm Baumann im Verlag Erstes Postkarten-Moment-Atelier (das Atelier von Baumann war in der Neuhauserstraße 2, München) eine „Gründliche Anleitung zur Ausübung der modernen und gewinnbringenden Postkarten-Schnell-Photographie ohne besondere Vorkenntnisse. Mit Berücksichtigung der Verhältnisse an allen verkehrsreichen Plätzen“.

Foto in Urbans Burghof, Hohe Straße 38, Köln.

„In den letzten Jahren haben sich Geschäfte etabliert, wo in wenigen Minuten eine Porträtaufnahme, auf Bromsilberkarte kopiert, ausgeführt wird, und zwar für den minimalen Preis von 50 Pfg. Es ist klar, dass in dieser kurzen Zeit die einzelnen Manipulationen etwas weniger penibel gehandhabt werden. Die Aufnahme der Person geschieht in der üblichen Weise auf Bromsilberplatte. Das Negativ, nachdem es kurz abgespült und die Schichtseite mit einem dünnen Celluloidblatt überlegt worden ist, wird mit der Bromsilberkarte im Kopierrahmen (eventuell mit Vorschaltung von Vignetten oder Masken) exponiert; dann wird das Positiv „rapid“ entwickelt, fixiert, gewässert und getrocknet.“ (Paul Hanneke: Die Herstellung von photographischen Postkartenbildern, 1905)

Es gab Postkartenkamera für das Format 10:15 (erwähnt 1914). Eingesetzt wurden diese auch auf Volksfesten oder Jahrmärkten. In der Druckschrift der Firma Karl Arnold konnte man lesen: „Diamant-Postkarten-Kanone laut beigefügter Abbildung ist die letzte Erfindung auf dem Gebiete moderner Schnellphotographie“ und weiter: „Ihr Bild in 5 Minuten auf Bromsilberpostkarten, ohne Platten, ohne Film, Ohne Dunkelkammer!: Postkarten-Kamera für Schnellphotographen“.

Foto in Urbans Burghof, Hohe Straße 38, Köln.

Fotografen in Hamburg und Altona taten sich bei der Schnellphotographie besonders hervor. Zahlreiche Postkarten aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg finden sich heute noch. In Urbans Burghof in Köln gab es einen Fotografen der den Gästen Bilder von ihrem Tisch anbot. Bilder zu Urbans Burghof sammele ich hier. Auch im Berliner Konzerthaus Clou wurden solche Fotos angeboten.

 

Bilder aus Hamburg und Altona (ca. 1910 bis 1918)

Albrecht Cimbal, Café Barkhof, Mai 1913. Foto: American Schnell-Atelier, Hamburg.

Café Eldorado, Altona, Juli 1913. Foto: „Elite“ Hamburg, Centrale für Schnellphotographie

Café Klosterburg, Jahr unbekannt. Foto: Express Schnell-Photographie Alexander Attin, Hamburg.

Café Sonnabend, Hamburg, September 1910. Foto: Magnus Mannheim, Photographische Werkstätte, Hamburg.

Café Westminster, Altona, Jahr unbekannt. Foto: „Elite“, Zentrale für Schnellphotographie.

Café Barkhof, Dezember 1912. Foto: ?

Café Kronprinz, Altona, 1914. Foto: ?

Café Kronprinz, Altona, 1913. Foto: Photographie Jaensch, Hamburg-Winterhude.

Kaffeehaus Wallhof, Hamburg, Jahr unbekannt. Foto: ?

Café Wallhof, Jahr unbekannt: Foto: Magnus Mannheim, Photographische Werkstätte, Hamburg.

Ort und Jahr unbekannt. Foto: Atelier Expreß Otto Steingraf, Altona.

Albrecht Cimbal, Ballhaus Trichter, Hamburg, Jahr unbekannt. Foto: American Schnell-Atelier, Hamburg.

Café Belvedere, Hamburg, November 1913. Foto: Photographie Jaensch, Hamburg.

Café Belvedere, Hamburg, Jahr unbekannt. Foto: Photographie Jaensch, Hamburg.

Foto: Express-Schnell-Photographie von Alexander Attin, Hamburg, Centrale Kaufmannshaus.

Rathaus Café, Hamburg, Jahr unbekannt. Foto: Hans Schmidt, Photograph. Werkstätte, Hamburg.

Stempel auf der Seite der Karte.

Rezeptbuch 1907 (N)

In diesem Buch sammelte eine Bergische Frau (Gegend Wuppertal, Solingen) ab 1907 ihre Kochrezepte.

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Rezept Kartoffelkuchen.

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Rezept Mandeltorte.

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Rezept Fastnachtskrapfen.

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Rezepte von der Firma Oetker.

„Immer an der Wand lang“ (1907) (N)

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Postkarte um 1910 mit Text von Hermann Frey.

Das Couplet von Hermann Frey (1876 – 1950) „Immer an der Wand lang“ (1907) war ein Welthit. Ein Betrunkener torkelt mit seiner Begleitung immer an der Wand lang heimwärts. Die Männer alle im Frack und mit Zylinder. Die Frauen in Kleidern, wie man sie auch von den Fotos aus den Fotoateliers kennt: bodenlang, dazu Hüte mit Seidenblumen und hohe Stegkrägen.
Im Bildhintergrund sieht man vier Soldaten, die zum Alltagsbild gehörten.

Einer der Herren (oder alle drei) sieht sich als „dolle Bolle“, wo dann für mich auch die Zeile „aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert“ aus dem bekannten Berliner Volkslied mitschwingt. Wobei dieser Bolle für einen „amüsierfreudigen Mann“ steht, dem es egal ist, wenn seine Olle wegen seiner nächtlichen Eskapaden und Zechereien schimpft. Egal, immer an der Wand lang, findet er trotz der wackeligen Beine schon den Weg nach Hause, egal was ihn dort erwartet. Man hört ihn schon seine Olle mit „Reg dich nich uff, Olleken. Ick wa nur mit der Kleenen ausm Büro eenen picheln“ beschwichtigen.

Ein Bolle kam bereits im 19. Jahrhundert in den politischen Bierstubengesprächen „Unter den Tulpen“ im Satiremagazin „Kladderadatsch“ vor. Auch schon vor Carl Bolle (ab 1879), der einer Meierei in Berlin hatte und oft mit dem Bolle-Lied in Verbindung gebracht wird.

Kölner Atelierfotografie (N)

Die hier aufgeführten Fotografen waren zu unterschiedlichen Zeiten in Köln im Zeitraum 1870 bis 1920 aktiv.

„Im Jahr 1864 lassen sich in Köln immerhin 31 Fotografen nachweisen, während Düsseldorf im Vergleich dazu nur acht zählen kann. Ihre Haupttätigkeit bestand wie überall im Porträtieren der Mitbürger. Daneben bot jedoch die Herstellung von Ansichten der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, vor allen Dingen vom Dom, eine wichtige Einnahmequelle. Schließlich war Köln eine zentrale Anlaufstelle aller Rheintouristen, die für eine stetig wachsende Nachfrage nach anschaulichen und preiswerten Ansichten der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten sorgten.“ (Quelle: Roswitha Neu-Kock „Über die Anfänge musealer Sachfotografie in Köln“, siehe hier)

Allgemeines zur Atelierfotografie finden Sie hier:
Bachelorarbeit von Anna-Luise Wenske: Berliner Atelierfotografie des 19. Jahrhunderts

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Frau im Fotoatelier von Heinrich Gastroph, Firma Richard Scholz, Schildergasse 94, Köln (19. Jh., 60 – 70er Jahre; Format: 60 x 100 mm, ganze „Firmen-Karte“ gemessen, nicht nur das Bild).

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Rückseite des obigen Fotos.

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Mann im Fotoatelier von F. Kramer, Mohrenstraße 32, Köln (19. Jh., 60 – 70er Jahre; Format: 60 x 100 mm).

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Rückseite des obigen Fotos.

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Mann im Fotoatelier von J.H. Braschoss, Peterstrasse 31, Cöln (Format: 110 x 170 mm).

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Rückseite des obigen Fotos.

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Frau im Atelier von •Carl Westendorp, Comödienstr. 7, Cöln (Format: 63 x 103mm).

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Rückseite des obigen Fotos.

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Drei Frauen im „Samson & Co. Photogr. Atelier, Köln (Rhein), Hohestrasse 53“ (Format: 135 x 215 mm).

Samson & Co. in der Hohestr. neben der Tietz Passage.  Zum Atelier gab es einen Fahrstuhl.  Samson & Co. war auch in Mülheim (Rhein),  Buchheimerstr. 23 und Köln-Ehrenfeld, Venloerstr. 269.

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Frau im Fotoatelier von A. Wirtz, Köln a. Rh., Hohestrasse 55. (Format: 105 x 165 mm).

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Paar im Fotoatelier von Anna Wirtz, Köln a. Rh., Hohestrasse 55. (Format: 105 x 165 mm).

Das Atelier von Anna Wirtz wurde nach 1906 betrieben.
„Atelier für künstlerische Photographie u,  Malerei.“ (Rückseite)

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Rückseite der obigen Abbildungen.

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Frau im Fotoatelier Photographie „Elite“, Köln, Minoritenstr. 25. (Format: 80 x 167 mm).

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Rückseite der obigen Abbildung.

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Mann im Jahr 1909 beim Fotografen Eugene Coubillier, Köln, Hohenstaufenring 86 (Format: 105 x 165 mm).

Eugene Coubillier (1873 – 1947) war Bruder des Bildhauers Fritz Coubillier. Er machte in Köln-Deutz bei Carl Scholz seine Ausbildung. Eigenes Atelier ab 1906 am Ehrenfeldgürtel [Quelle: [1]).

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Mann im Atelier von H.J. Braun in Köln-Ehrenfeld (Format: 110 x 168 mm).

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Frau mit drei Kindern im Fotoatelier von Hof-Photograph C. Scholz, Köln Ehrenfeld (Format: 160 x 110 mm).

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Carl Scholz hatte seine Ateliers in Köln-Deutz, Freiheitstr. 64 und  Köln-Ehrenfeld, Venloerstraße 237. Er bildete Eugene Coubillier aus. Scholz betrieb in Köln-Deutz ein Fotogeschäft.

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Frau im „Samson & Co. Photogr. Atelier, Köln (Rhein), Hohestrasse 53“ (Format: 105 x 165 mm).

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Frauen im Fotoatelier von J. Spenke, Köln-Ehrenfeld, Venloerstr. 363 (Format: 107 x 165 mm).

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Frau im Samson & Co. Photogr. Atelier, Köln (Rhein), Hohestrasse 53 (Format: 80 x 170 mm).

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Rückseite zum obigen Bild.

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Frau und Kind im Fotoatelier von Wilhelm Janssen, Cöln a. Rhein, Weidenbach 5 (Format: 80 x 170 mm).

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Frau im Samson & Co. Photogr. Atelier, Köln (Rhein), Hohestrasse 53 (Format: 80 x 170 mm).

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Mann im Samson & Co. Photogr. Atelier, Köln (Rhein), Hohestrasse 53 (Format: 80 x 170 mm).

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Frau im Fotoatelier von A. Wirtz, Köln a. Rh. (Format: 105 x 165 mm).

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Frau im Fotoatelier von J. Spenke, Köln-Ehrenfeld, Venloerstr. 363 (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite der obigen Abbildung.

im Fotoatelier von A. Wirtz, Köln a. Rh., Hohestrasse 55. (Format: 105 x 165 mm).

Mann im Fotoatelier von Wilh. Janson, Cöln a. Rhein, Weidenbach 5. (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite des obigen Bildes.

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Frau im Fotoatelier von Herrmann Schlüter, Köln a. Rhein, Schildergasse 47/49 (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite des obigen Bildes.

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Frau im Fotoatelier von Ernst Zeck, Köln, Mittelstrasse 24 (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite des obigen Bildes.

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Auf der Rückseite des Kartons steht klein : „G. Janssen & Co., Cöln a. Rh.“. Dies war die 1862 gegründete „Photo-Großhandlung“ in der Christophstraße 8, später in der Norbertstraße 30. Mehr zur Geschichte der Firma habe ich hier notiert.

Frau mit Kind im Fotoatelier von Hof-Photograph C. Scholz, Köln Ehrenfeld (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite des obigen Bildes.

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Kleinkind im Fotoatelier von J. Spenke, Köln-Ehrenfeld (Format: 65 x 105 mm).

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Mädchen im Fotoatelier von Fritz Heinz, Köln, Severinstrasse 205/7 (Format: 65 x 105 mm).

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Rückseite des obigen Bildes.

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Frau im Fotoatelier von Jos. Klett, Köln-Nippes, Schenkendorferstr. 1 (Format: 65 x 105 mm).

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Frau 1908 im Fotoatelier von Hofphotograph N. Tonger, Köln a. Rh. (Format: 110 x 160 mm).

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Frau 1907 im Fotoatelier von Hofphotograph N. Tonger, Köln a. Rh. (Format: 110 x 160 mm).

Nicola Tonger, Photograph, Köln Hohe-Straße 45 (1877 – 1885) und Düsseldorf, Elberfelder-Straße 4, auch Johann Nicolaus Tonger (1846  – 1917), auch: Nicola Tonger Köln, Comödienstrasse 16 (ab 1887) (Quelle: [1], [2])

Weitere Fotografen in Köln:

  • Atelier Bluhm, Ehrenstr. 94/Ecke Friesenwall
  • J.H. Braschoss, Peterstr. 31 u. Pantaleonsmühlengasse 44 (Quelle: [1], [2])
  • Eugen Bresonski, Hohestr. 134
  • Bernh. Brischke, Breitestr. 133 (Quelle: [1])
  • Fritz Eilender, Breitestr, 86 bzw. Kreuzgasse 22 (gegenüber Stadttheater) (Quelle: [1])
  • Willy Chedell, Schildergasse 66, übernahm Atelier von Fritz Meycke (Quelle: [1])
  • Atelier Elvira, Hohestr. 79 (Quelle: [1])
  • Photographie Elite, Minoritenstr. 25
  • Jean Epkens
  • J. Fuchs, Hohestr. 13 (Quelle: [1])
  • Peter Geus, Langgasse 34, auch: Fried. Wilh. Straße 9 1/3, Mülheim am Rhein, Buchheimerstraße 55, Eigelstein 66, Köln, Matthias Straße 14, Köln
  • P.W. Haak, Severinstr. 66 (siehe auch: [1])
  • Heinrich Heinz, Hof-Photograph und Maler, Severinstr. 205 – 207
  • W. Höffert, Hofphotograph, Hohestr.
  • Herm. Lambertz, Eigelstein 47
  • Max Lintz, Ehrenstr. 33/35 u. Habsburgerring 6
  • Kronen-Atelier (Willy Berndt), Schildergasse 72 – 74
  • Fritz Meycke, Schildergasse 66 (auch ein Atelier in Bonn) (Quelle: [1])
  • J. Rademacher
  • F. Raps, Comödienstr. 16
  • Wilh. Recker, Schildergasse 112 (später Blaubach 44)
  • ReformAtelier, Breitestr. 165
  • Aug. Schmidt, Rudolfplatz 10 (vor der Hahnenthorburg)
  • Theodor Schönscheidt, Breitestr. 14 (siehe auch: [1], [2], [3])
  • Carl Westendorp, Comödienstr. 7 (siehe auch: [1], [2], [3], [4])
  • Atelier Wolff, Inh. Willy Thoren, Weyerstr. 23/25 (siehe auch: [1])

 

Köln-Riehl: Tanz-Palast Luna-Garten

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Tanz-Palast „Luna-Garten“ in Köln-Riehl um 1915 (Ausschnitt aus einem Postkartenbild).

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Eingang des „Luna-Gartens“ (Fotomontage)

Dieser „Tanz-Palast“ mit den Namen „Luna-Garten“ war in Kölner Stadtteil Riehl, als Teil des „Goldenen Eck“. Zwischen Frohngasse, Riehler- und Florastraße sowie den zwei Kasernen in Riehl hatte sich in der Umgebung von Zoo und Flora Ende des 19. Jahrhunderts ein Vergnügungsviertel gebildet, welches allgemein „Das goldene Eck“ genannt wurde. Dazu gehörten der „Kaisergarten“, der „Kurfürstengarten“, das „Ausflugslokal Haumann“, das „Riehler Haus“, das „Caféhaus Kampanella“, das „Café Zillisch“, der „Amerikanische Vergnügungspark“ (1909 bis 1928, später „Luna Park“, ) [Lit: Jürgen Weisser, „Zwischen Lustgarten und Lunapark: der Volksgarten in Nymphenburg“, S. 86/87]. Der Namensbestandteil „Luna“ könnte eine Verbindung zwischen „Luna-Garten“ und dem späteren (ab 1915) „Luna-Park“ sein.
Offiziell lief der „Luna-Garten“ als „Tanz- und Concert-Saal im Amerikanischen Vergnügungspark“ unter der Direktion von Georg Zeisner. Die 1912 gegründete „Luna-Park G.M.B.H.“ stand ebenfalls unter der Direktion des aus der Nähe von Würzburg stammenden Zeisner. Bereits 1906 war er als „Bayrischer Wirt“ mit einem Restaurant am Messeplatz in Leipzig (vgl. [1], [2]).

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Vor dem Gebäude des Tanz-Palasts (links im Bild) war ein großer „Biergarten“ (= „Luna-Garten“) (Dieses Bild wurde mir freundlicher Weise von der Sammlung Brokmeier zur Verfügung gestellt).

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Tanzlokale waren im „Goldenen Eck“ beliebt. Für 10 Pfennig konnte man hier das Tanzbein schwingen. Auf obigem Bild aus einem Tanz-Palast „Luna-Garten“ in Köln-Riehl sieht man von der Decke zwei Schilder hängen: „Tanzmarken sind nach dem Tanz sofort einzulösen“ (links) und „Schiebetänze streng verboten“ (rechts). Als Schiebetanz wurde der aus Argentinien kommende Tango bezeichnet. Durch Verbot wollte man diesen „Konkurrenztanz“ unterbinden (vgl. [1]) und auch die Kirche wollte diesen „sündhaften Tanz“ verbieten (Dieses Bild wurde mir freundlicher Weise von der Sammlung Brokmeier zur Verfügung gestellt).

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In diesem Tanz-Palast im Amerikanischen Vergnügungspark in Köln-Riehl ging es offenbar lockerer zu. Hier konnten sich die Besucher in „Modernen Tänzen“ wie dem Foxtrott und sogar den Tango üben (Dieses Bild wurde mir freundlicher Weise von der Sammlung Brokmeier zur Verfügung gestellt).

luni987luni009Vor dem Holzgebäude des „Luna-Garten“ ließen sich 1915 deutsche Soldaten fotografieren. Kein Wunder, denn um die Ecke befanden sich Kasernen (die Kasernen an der Amsterdamer- und an der Boltensternstraße wurde nach dem Krieg von der Polizei übernommen).